Dienstag, 15. März 2011

Etappe 3

Was für ein Glück, dass wir hier schon wieder Wireless haben und ich von der 3. Etappe berichten kann. Heute war der Etappenstart direkt beim Hotel und es war keine Busfahrt nötig. Wir wurden informiert, dass der Start um 9h wäre und wir nicht früher los sollten, weil Spur und Verpflegung sonst noch nicht bereit wären. Als wir Punkt 9h aus dem Hotel kamen, war schon niemand mehr da und fast wären unsere Skier im Bus gelandet für den Transport zur Mittagspause, was einige Teilnehmer nutzten, die nicht die ganzen 60km laufen wollten. Wir waren also die Letzten und hatten den Besenschneetöff am Anfang hinter uns. Nach der ersten Verpflegung waren wir jedoch wieder bei den Leuten. Der Mittagshalt war bei einer Tankstelle mit Cafė und es gab ein Sandwich und einer der letzten Munkkis (ein Art Berliner). Auch die zweite Streckenhälfte mit zwei weiteren Verpflegungsposten legten wir in wunderschöner Natur und herrlichem Sonnenschein zurück. Um zum Hotel zu kommen, mussten wir noch den Bügelskilift nehmen. Morgen ist die Königsetappe mit 86km angesagt. Ich hoffe, dass die Bedingungen schnell genug sind, dass wir die ganze Etappe vor Einbruch der Dunkelheit machen können. Die schnelleren Läufer der erste Gruppe RR1 brauchten scheinbar wegen Neuschnee um die 11h. Wir sind in der Gruppe RR4, also 3 Tage dahinter.

Montag, 14. März 2011

Etappe 1 & Etappe 2

Gestern Morgen wurden wir bei herrlichem Sonnenschein mit dem Bus an die russische Grenze gefahren, wo der Start zur ersten Etappe war. Diese begann mit einer 3km langen kurvenreichen schmalen Abfahrt im Wald. Nicht ganz einfach, wenn nur eine Spur für 75 Läufer zur Verfügung steht und ich kein Fan von solchen Abfahrten bin. Danach folgte der steilste Anstieg des Tages. Die ganze Etappe war ziemlich coupiert, so dass sicher 700 oder 800hm zusammenkamen. Nach der Hälfte gab es eine Mittagsverpflegung. Der Schnee war recht stumpf wegen dem kürzlichen Schneefall. Für die 61km brauchten wir etwas mehr als 6h Fahrzeit und kamen damit ziemlich in der Mitte vom unterdessen in die Länge gezogenen Feld an. Nach Wachsen, Nachtessen und Duschen, war es schon bald einmal Zeit für die Bettruhe.
Heute mussten wir wieder 20min mit dem Bus zum Start fahren. Wir wurden informiert, dass wir nach 20km eine Teilstrecke mit dem Bus machen müssten, da während 4km Steine auf der Strecke wären. Der erste Bus würde fahren, wenn die ersten 35 Personen bei Km 20 sind, der zweite würde auf die Letzten warten. Nun hiess es für uns Gas geben, da wir auch nicht auf die ganz Langsamen warten wollten. Nach der erneuten Busfahrt gab es eine feine Lachsuppe als Lunch, welche uns etwas wärmte. Wir waren von innen vom Schwitzen und von aussen vom Schneefall ziemlich nass und durch die Kälte ausgekühlt. Heute musste ich auch ohne Wärmesohlen fahren, da Philippe versehentlich Grösse 38-40 mit Grösse 40-42 vermischt hatte. Er brauchte sein Paar nicht und hatte es im Koffer statt im Tagesrucksack. Gestern war ich mit der zu grossen Sohle gefahren und habe mich gewundert, warum der eine Zehennagel vom rechten Fuss am Abend schmerzte. Nach 50km in 4h50min Fahrzeit waren wir heute am Tagesziel.

Samstag, 12. März 2011

Langlaufausflug nach Kuusamo

Heute nach dem Frühstück stand ein Ausflug mit den Langlaufskiern nach Kuusamo zum Shopping auf dem Programm. Ein Teil der Strecke werden wir morgen auf der ersten Etappe nochmals sehen. Da es in den letzten Tagen geschneit hatte, war nur etwa die Hälfte der Strecke gespurt, für die andere Hälfte mussten wir die Spur selber legen. Weil das so war, sind wir trotz unserem Guide Andy einmal falsch abgebogen. So hiess es nach 1,5km wieder umkehren. Wegen dem Neuschnee waren wir auch nicht sonderlich schnell und hatten für die 25km über 2h30min Fahrzeit. In Kuusamo gingen wir in ein Einkaufszentrum, wo wir noch ein paar Sachen für die kommende Woche einkauften, u.a. Esswaren und Wachsutensilien. Im Cafė gönnten wir uns zwei Munkkis (eine Art Berliner) und eine warme Schoggi. Anschliessend ging es mit dem Taxi zurück zur Unterkunft und da in die Sauna mit Eisloch im See. Brr, war das kalt. Nach dem Nachtessen hatten wir noch eine Infoveranstaltung zur kommenden Woche. Morgen kommen wir in der Nähe der russischen Grenze vorbei und die Etappe soll rund 60km lang sein.

Freitag, 11. März 2011

Rajalta - Rajalle - Anreise

Heute Morgen versammelte sich eine Schweizer Delegation von rund 20 Personen am Flughafen Zürich. Andy informierte uns über die Anreise und den Tagesablauf. Ebenfalls war gut zu hören, dass jemand aus der Gruppe finnisch spricht und jemand Arzt ist. Finnisch verstehen wir nämlich kein Wort und einen Arzt dabei zu haben ist immer vorteilhaft. Um 11h flogen wir ab nach Helsinki. Da wir dort 4h Aufenthalt hatten, reichte die Zeit für eine kurze Stadtbesichtigung. Die Felsenkirche war leider wegen Rennovation nicht zugänglich, so schauten wir uns den Dom, die Markthalle und die Esplanade an. Das Wetter war kalt und windig mit leichtem Schneefall. Zurück am Flughafen gab es vor dem Weiterflug nach Kuusamo noch ein Nachtessen. Dort wurden wir mit einem Bus zu unserem ersten Übernachtungsort, eine Art Jugendherberge, gebracht. Hier ist alles eingeschneit und wir befinden uns im tiefsten Winter. Morgen erwartet uns ein Vorbereitungstag mit ein paar Km Langlaufen, Besichtigung der Stadt und Infoveranstaltung.

Sonntag, 6. März 2011

Engadiner Frauenlauf Weekend

Gestern früh fuhren wir mit dem Firmensport Car von Pfäffikon über Bivio, wo es Frühstück gab, weiter nach Maloja. Dort ging es auf die Loipe. Jeder konnte in der Skating oder in der Klassischen Technik so weit und so schnell laufen wie er konnte und wollte. Philippe und ich waren lange unschlüssig, welche Skier wir anschnallen sollten. Auf Anraten von Andy, welcher die Finnlandreise organisiert, haben wir uns dann für die Klassichen Skier entschieden und haben nochmals einige Kilometer gemacht, so dass wir hoffentlich für das Finnland-Abenteuer gerüstet sind. Im Hotel Spöl in Zernez, wo wir übernachteten, gönnten wir uns noch einen Sauna- und einen Dampfbad-Gang. Anschliessend gab es ein feines Znacht. Danach machten sich die Herren ans Skiwachsen für die Damen, welche heute am Frauenlauf starteten. In der Zwischenzeit gingen wir bereits schlafen. Heute morgen begleiteten uns Silvio und Philippe an den Start vom Engadiner Frauenlauf. Philippe fuhr dann mit den Skiern bereits nach S-Chanf ins Ziel, wo er von Eric die Aufgabe delegiert bekommen hatte, unsere Frauen im Ziel zu empfangen (Gratulation, Küsschen, Fotos etc.). Für mich war der Frauenlauf dieses Jahr ein schnelles Training, denn sonst hätte ich am Vortrag auf eine längere Einheit verzichten müssen und irgendwie war es mir wichtiger für Finnland möglichst gut vorbereitet als am Frauenlauf ein paar Ränge weiter vorne klassiert zu sein. Punkt 10h ging dann der Startschuss los und eine Horde Frauen machte sich auf den Weg von Samedan nach S-Chanf. Vorne ging mächtig die Post ab und am Anfang war es teilweise etwas eng, wo ich die eine oder andere drängelnde Frau ziehen lies. Die Loipe lief recht gut wenn auch im Schatten teilweise noch etwas stumpf mit wenig Wind. Das Wetter war herrlich und nicht zu kalt. Mein Rennen verlief bis auf den letzten Kilometer gut und ich konnte auch die Anstiege durchziehen. Leider kam mir der Stock zwischen die Beine, als ich die Flamme Rouge vom letzten Kilometer sah, und zack lag ich flach auf dem Boden mit dem Gesicht, der Nase und dem Mund im Schnee. So zogen locker 15 Frauen an mir vorbei, aber ich stand auf und fuhr weiter ins Ziel. Auf dem Rückweg ging dann noch meine Sonnenbrille kaputt, als sie nur einen ganz leichten Schlag bekommen hatte, fiel der eine Bügel ab. Vermutlich hatte er schon beim Sturz was abbekommen. Aber was solls, Hauptsache ich, die Skier und die Stöcke sind dabei ganz geblieben und meinen Startplatz im ersten Block habe ich mit einem Rang unter den ersten 200 auch für die nächsten zwei Jahre verteidigt. So, nun sind wir ready für unser Take-Off am nächsten Freitag.

Sonntag, 27. Februar 2011

Trainingsweekend im Engadin

Waldbeer-Käsekuchen!
Dieses Wochenende machten wir einen kleinen Test, wie es um unsere Langzeitausdauer auf den Langlaufskiern steht. Am Freitagabend fuhren wir nach Zernez, wo wir im Hotel Staziun übernachteten. Am Samstagmorgen ging es bei strahlend blauem Himmel nach Maloja, von wo wir die rund 55km und 550hm nach Zernez mit den Skatingskiern zurücklegten. Über die Seen lief es ziemlich gut, aber es gab auch einige Stellen, wo sich die wenigen Zentimeter Neuschnee bemerkbar machten, im Schlussstück von S-Chanf nach Zernez wurde es dann doch ziemlich zäh mit den vielen Gegenanstiegen und die Beine und Arme waren ziemlich ausgelaugt. In Zernez gönnten wir uns zur Entspannung einen Aufenthalt im Aussenbad mit Düsen. Am Abend fügten wir uns die verbrannten Kalorien in der Pizzeria wieder zu.
Heute war die klassischen Skiern an der Reihe. Das Wetter war nicht mehr ganz so schön, als wir mit dem Zug nach Pontresina fuhren.Teillweise drückte die Sonne durch, teilweise schneite es auch. So machten wir die ersten Erfahrungen mit den klassischen Skiern bei Neuschnee. Es bildeten sich Stollen an den Skiern, die beim Aufstieg ganz nützlich, jedoch in der Abfahrt ziemlich störend sind. Zum Glück verschwinden sie wieder, wenn man ein Stück mit den Skiern gleitet. Zuerst ging es ins Val Roseg, dann nach Samedan, von dort ins Val Bever und anschliessend wieder zurück nach Pontresina. So kamen knapp 40km und gut 500hm zusammen, so viele Kilometer haben wir noch nie mit den klassichen Skiern gemacht. Langsam wird es jedoch Zeit, dass wir uns daran gewöhnen, sind doch die Etappen in zwei Wochen in Finnland zwischen 45 und 85km lang. Da wir inkl. zwei Verpflegungspausen so lange unterwegs waren, erwischten wir erst den 18h-Zug ab Pontresina und waren erst um 22h wieder zu Hause. Da sich der Waschberg wieder mal türmte, mussten noch rasch zwei Waschgänge laufen gelassen werden. Während ich hier schreibe, wird wohl bereits der zweite Gang zum Aufhängen bereit sein...
Track Klassisch: http://connect.garmin.com/activity/70491480

Sonntag, 20. Februar 2011

Entspannung im Alpenbad

Im Sommer habe ich anläslich der Verlosung am Schlussabend vom Züri-Oberland-Berglauf-Cup als Preis einen Gutschein für das Alpenbad am Bachtel inkl. Fondue gewonnen. Nun wollten wir diesen Gutschein endlich mal einlösen. Vor zwei Wochen hatte ich uns für den Freitagabend ein Alpenbad reserviert inkl. Shuttleservice. Wir wurden pünktlich um 18:15h vor der Haustüre abgeholt und zum Alpenbad gefahren. Dort erklärte uns Urs wie das Ganze ablaufen würde. Er bereite das Bad vor, welches mit einem Ofen geheizt wird. Insgesamt stehen vier solche Holzbäder zur Verfügung, welche alle an diesem Abend von Paaren besetzt waren. Wir stiegen also in das warme Bad und wurden bewirtet. Zuerst gab es einen Vorspeisen-Salat, anschliessend ein ausgezeichnetes Fondue, welches mit saurem Most angerührt war. Zum Dessert gönnten wir uns einen Schümli-Pflümli. Wir entspannten so zwei Stunden draussen an der frischen Luft. Danach liessen wir uns wieder mit dem Shuttleservice nach Hause fahren. Bevor ich diesen Preis gewonnen habe, haben wir gar nicht gewusst, dass es das Alpenbad gibt, obwohl es nur etwa 10km von zu Hause entfernt ist. Im Sommer wird da jeweils während ein paar Tagen ein Alpenkino organisiert. Wir haben uns vorgenommen, auch mal einen Film auf unserem Hausberg anzuschauen.