Montag, 12. Juli 2010

Team Rivella aus der Migros am Gigathlon

Dieses Jahr fand der zweitägige Gigathlon im Thun statt. Markus, unser Team-Chef, konnte bei Rivella einen Gratis-Startplatz ergattern, Unser Team bestand im weiteren aus Michi und Sepp, welche beide auch in der Informatik arbeiten, Corinne aus der Genossenschaft Migros Ostschweiz und mir. Die Disziplinen waren schnell aufgeteilt, Corinne würde laufen, Michi inlinen, Markus biken, Sepp Rennvelo fahren und ich schwimmen. Wenn ich auch keine Superschwimmerin bin, so war es für mich ein gutes Openwatertraining mit Neoprenanzug.
Am Freitagabend nach dem Arbeiten stürzten wir uns ins Gigathlon-Abenteuer. Wegen einem Unfall vor Luzern und einem Steinschlag bei Iseltwalt brauchten wir für die Anreise schon etwa 3h. In Thun angekommen machten wir das Check-In, stellten die Zelte auf und gingen essen. Da Corinne im Camper und Makus im Hotel übernachtete, hatte ich eine Zeltsuite für mich alleine. Bereits im Dunkeln machte ich meine Sachen für den ersten Tag bereit. Markus hätte mir eine Klebeetikette für die Badekappe und für den Shuttle-Transport geben müssen. Dort wäre die Zeit drauf gestanden, wann ich an den Lungernsee gefahren wurde. Beim Infostand fand ich dann heraus, dass mein Shuttle bereits um 7:15h losfuhr, obwohl ich sicher nicht vor der Mittagszeit schwimmen musste. Nach einer kurzen Nacht, weckte uns der Speaker bereits um 4:30h, weil die Singles und Couples um 5:00h los mussten. Michi startete mit den Inlines um 6:00h. Mit einer Topzeit überraschte er uns alle und übergab an 16. Stelle. Nach dem Biken übergab Markus an Sepp. Dieser fing leider einen Plattfuss ein, meine Wartezeit in der brüttenden Hitze im Neoprenanzug in Lungern verlängerte sich dadurch und ich schmolz fast dahin. Endlich gings ins kühle Nass. Leider mussten wir noch 400m barfuss an den See runter und nach dem Schwimmen wieder hochlaufen. War echt schmerzhaft für meine Füsse mit all den Steinchen am Boden. Sepp musste nun seine Fahrt auf dem Rennvelo fortsetzen und fing nochmals einen Plattfuss ein. Dieses mal ging es länger, da er zuerst einen Ersatzschlauch organisieren musste. Zum Schluss rannte Corinne souverän von Interlaken nach Thun. Die zweite Nacht dauerte bei mir auch nur bis 5:00h, da um 7:00h der Schwimmstart war. Dieses mal Massenstart mit 850 Teilnehmern. Um einem Gerangel zu entgehen, startete ich ganz rechts aussen. Dem Gerangel konnte ich erfolgreich entkommen, aber die Extraschlaufe zu schwimmen, kostete dann halt doch etwa 5 Minuten Zeit. Michi legte die Inlinestrecke anschliessend flott zurück und auch Sepp hatte keinen Dekeft. Leider erwischte es am zweiten Tag Markus, unseren Biker, er hatte gleich 2x Plattfuss und beim zweiten Mal keinen Ersatzschlauch mehr, zudem eine defekte Pumpe. Corinne wartete bereits ungeduldig in Spiez auf die Ablösung. Sie legte anschliessend die Laufstrecke problemlos zurück und kurz vor 18:30h lief unser Team gemeinsam in Thun über die Ziellinie. Yeah, we did it!

Montag, 5. Juli 2010

Tour Transalp von Mittenwald (D) nach Arco (IT) vom 27.6.-3.7.2010

Seit längerem hat es mich gereizt einmal die Tour Transalp mit dem Rennvelo zu fahren, war mir aber nicht sicher, ob ich das wirklich schaffen könnte. Galt es doch in 7 Etappen 800km, 20'000hm und 18 Pässe zu bewältigen. Ein halbes Jahr waren Philippe und ich auf dem 8. Platz der Warteliste, weil der Anlass bereits am ersten Anmeldetag ausgebucht war. Als ich einen Monat vor dem Event vom Veranstalter wissen wollte, ob wir noch eine Chance auf einen Startplatz hätten, hatten sie uns gesagt, nein, das ginge nicht mehr. So begannen wir dann andere Ferienpläne zu schmieden, ohne jedoch etwas zu buchen. Zwei Wochen vor dem Anlass kam dann ein Anruf, ob wir nicht doch teilnehmen wollten. So hatten Philippe und ich spontan zugesagt, obwohl wir nur etwa 2500 Radkilometer in den Beinen hatten und kaum Pässe gefahren sind. Viele der Teilnehmer fahren im Jahr 5000-10000km und mehr, da können wir nur staunen. Organisieren konnten wir nur noch das Nötigste, Übernachten war nur noch im Camp möglich, für die Hotelsuche fehlte uns die Zeit. Da wir ja bereits vom Transalpine Run Erfahrung haben, wie es ist, im Camp zu übernachten, wussten wir was auf uns zukommen würde. Viele nette Kontakte dafür etwas unruhige Nächte, enge Verhältnisse bei den Sanitäranlagen oder kalte Duschen... ...wobei man als Frau bei den Sanitäranlagen einen klaren Vorteil hat, weil nur etwa 10% der Teilnehmer Frauen sind.
Am 26.6. fuhren wir also mit dem Zug und unseren Rennvelos über Innsbruck nach Mittenwald, wo wir unsere Startunterlagen bekamen. Leider war das Camp 3km vom Ort entfernt und die erste Herausforderung war, die grossen und schweren Taschen ohne Auto dahin zu bekommen. Nach einer etwas unruhigen Nacht ging es am 27.6. auf die 1. Etappe mit 121km und 2650hm von Mittenwald nach Sölden. Über 650 2-er Teams wurden in 4 Startblöcken ins Rennen geschickt. Wir wollten keine unnötigen Risiken eingehen und sind immer weit hinten gestartet, um nicht in der hektischen Startphase in einen Sturz verwickelt zu werden. In den Anstiegen schlossen wir dann jeweils zu den Teams auf, welche sich in unserem Bereich bewegten. Bei den Abfahrten wollte ich auch nicht zu viel risikieren. Zudem war jeweils nach 2 Stunden die Strecke für den Verkehr freigegeben und nicht mehr gesichert. Das bedeutete für die zweite Hälfte des Teilnehmerfeldes, dass sie bei Rotlicht und Baustellen anhalten und warten mussten, bei Abfahrten auf entgegenkommenden Verkehr achten und ebenso in den Dörfern auf Fussgänger, Autofahrer und andere Hindernisse aufpassen mussten. Auch in einigen bis zu 1km langen düsteren Tunnels war es mir nicht immer ganz geheuer. In Sölden angekommen, richteten wir uns im Camp ein und gingen an die Pasta-Party. Weil Philippe an diesem Tag Geburtstag hatte, bekam er von der Organisation noch eine Urkunde und ein Geburtstagsgeschenk. Die 2. Etappe brachte uns mit 2900hm und 123 km bereits nach Brixen im Südtirol. Es galt das gefürchtete Timmelsjoch auf 2500m.ü.M. und den Jaufenpass zu bezwingen. Die 3. Etappe war zwar mit 90km kürzer, hatte aber über 3000hm, der Kilometerschnitt sackte komplett ab. Dies war unsere langsamste Etappe und führte nach St. Vigil. Am 4. Tag war die Königstetappe, welche 129km lang war und über 5 Dolomitenpässe ging, hierbei galt es 3400hm zu bewältigen. Eine wunderschöne Strecke, welche uns nach Alleghe brachte. Konditionell ging es mir eigentlich immer gut, doch hatte ich jeden Tag brennende Fusssohlen vom Druck auf die Pedalen, was durch die vielen Höhenmeter und die Hitze fast unerträglich wurde. Mein zweites mit Wasser gefülltes Bidon brauchte ich jeweils um die Füsse zu kühlen. Auch meine Nacken- und Schultermuskeln schmerzten von den langen Abfahrten, vernichteten wir doch teilweise bis 1300hm am Stück. Irgendwie schaffte es der Körper jedoch immer wieder sich bis am anderen Morgen einigermassen zu erholen. Die 5. Etappe führte uns nach Kaltern und die 6. Etappe nach Trento, dort war es über 40 Grad heiss, als wir im Ziel ankamen. Im Camp war die anschliessende Nacht sehr unruhig, breitete sich doch ein Magen-/Darmvirus aus, was einigen Teilnehmern sogar verunmöglichte die letzte Etappe zu fahren. Diese ging dann nach Arco, wo das Ziel der Transalp war. Dort fuhren wir noch 5km weiter, um in Torbole in den Gardasee zu springen und uns anschliessend Pizza und Gelati zu gönnen. Wir sind glücklich und froh, dass wir diesen Anlass unfallfrei und gesund überstanden haben. Leider sind wir auch an einigen Unfällen vorbeigefahren oder hatten nachträglich gehört, was alles passiert war. Bis dahin lief unsere Abenteuer abgesehen von einem Speichenbruch an Philippe's Hinterrad alles gut. Er musste dann einen Pass nur mit der Vorderradbremse runterfahren und das Hinterrad hat bis zum Etappenziel ziemlich geeiert.
Die Finisher-Party fiel dann leider wegen einem Gewitter ins Wasser, so dass wir keine Finisher-Trikots erhalten haben. Wir hoffen aber, dass diese noch nachgeschickt werden. Die Heimreise war dann noch weniger lustig, da mich nun auch das Magen-/Darmvirus befallen hatte und unsere gebuchte Zugsverbindung fast 3 Std. Verspätung erhielt. Weil der Zug von Mittenwald zu spät kam, sassen wir 2 Std. in München fest und anschliessend war die Lok vom Zug nach Zürich auch noch defekt. Um Punkt Mitternacht waren wir dann schliesslich zu Hause.
Fazit: Ein tolles Abenteuer - ein Traum wurde wahr!

Montag, 21. Juni 2010

Erwachsenensportkurs in St. Gallen mit Velo

Das Allez Hop - Bewegungsförderungsprogramm wurde in der Deutschschweiz durch den Erwachsenensport abgelöst. Das bedeutete für uns Runningleiter, dass wir gestern dazu einen eintägigen Fortbildungskurs in St. Gallen zu besuchen hatten. Nun was macht Frau, wenn sie einen eintägigen Kurs am Sonntag hat und trotzdem das Velotraining nicht zu kurz kommen soll? Genau, sie fährt mit dem Velo nach St. Gallen! Da es tatsächlich um 7:00h in Wetzikon nicht regnete, setzte ich mich mich mit den Laufsachen im Rucksack auf den Sattel. Philippe hatte mir am Vorabend die Strecke auf das GPS geladen. Für mich war es das erste Mal, dass ich alleine mit GPS unterwegs war, und ich war deshalb etwas nervös, ob auch alles reibungslos funktionieren würde. Ausser, dass es nach 35km schon wieder zu regnen anfing, ging mit dem GPS alles gut bis ich nach 65km nach St. Gallen kam. In der Innenstadt hatte das Teil recht Mühe und ich brauchte über 20 min. bis ich das Athletikzentrum gefunden hatte. Als ich um 10:05h fünf Minuten nach Kursbeginn endlich da war und in den 1. Stock in den Seminarraum wollte, war die Türe geschlossen und kein Mensch da, der mir sagen konnte, wo der Kurs nun stattfand. Ich irrte weitere 10 Minuten im Gebäude umher, bis mir jemand erklärte, dass der Kurs wegem dem Handballspiel Schweiz - Dänemark im Untergeschoss stattfinden würde. So war ich dann um 10:15h endlich im Kursraum angelangt. Der Kurs hatte ein etwas gedrängtes Programm und immer wenn wir Outdoor waren, hatte es geregnet. Es war trotzdem interessant, den einen oder anderen Kontakt wieder aufzufrischen und neue Leute kennenzulernen sowie ein paar neue Inputs, insbesondere für die Koordination und die Kraft, zu erhalten. Philippe holte mich mit dem Velo in St. Gallen ab. Nach Latte Macchiato und Cheesecake im Starbucks am Bahnhof St. Gallen radelten wir zurück nach Wetzikon. Fazit: Weitere teils verregnete 130km für das Trainingstagebuch!

Keine Sonnencreme nötig im Tessin

Philippe und ich wollten dieses Wochenende dringend noch ein paar Velokilometer sammeln, doch die Wetterprognosen waren wieder mal schlecht bis ungeniessbar. So entschlossen wir uns kurzerhand am Samstagmorgen ins Tessin nach Bellinzona zu fahren. Die Prognosen für den Süden waren so, dass gegen Abend Regen möglich gewesen wäre. In Bellinzona sind wir vor dem Mittag auf's Rennvelo gestiegen und wollten nach Domodossola fahren, doch bereits nach 10km waren dunkle Wolken in Sicht. So drehten wir um, und nach 15km begann es zu regnen. Das hiess für uns zuerst mal Kaffee-Pause und WM-Match schauen. Nach mehr als einer Stunde liess der Regen nach und wir sagten uns, dass wir nun wenigstens einfach einen Berg hochfahren wollten, damit wir warm bekommen würden. So nahmen wir den Anstieg nach Carmena bei St. Antonio unter die Räder. Nach 11km und 800 Höhenmeter endete die Strasse, was wir dank unserem GPS schon vorher wussten. Immerhin hatte es aufgehört zu regnen und so fuhren wir wieder runter und anschliessend nach Locarno, wo wir uns eine feine Pizza und ein Gelati gönnten. Nach dem Essen radelten wir nach Bellinzona zurück und von da mit dem Zug wieder nach Hause. Tja, auch im Tessin war an diesem Wochenende keine Sonnencreme nötig! Immerhin 80km zeigte das GPS nach diesem teilweise verregneten Ausflug an.

Sonntag, 13. Juni 2010

Am Frauenlauf in Bern als Pacemakerin

Nach dem gestrigen Longjogg am Walensee entlang erwartete mich heute eine andere Aufgabe. Ich durfte am Frauenlauf in Bern als Pacemakerin antreten, und zwar mit einer Zeit von 50 min auf 10 km. Nun ja, meine Beine zwickten etwas vom gestrigen Bergablaufen, war mir plötzlich nicht mehr sicher, ob ich die 50 min so locker schaffe, wie ich mir das vorgestellt hatte. Zusammen mit einer Cityrunning Delegationen fuhren wir im "Chicken Train" um 7h in der früh von Zürich nach Bern. Dort angekommen trennten sich unsere Wege, weil nicht alle im gleichen Startblock starteten und die gleiche Garderobe hatten. Ich machte mich auf den Weg zur Post Bärengasse, wo die VIP-Zone war. Dort bekamen alle 10 km-Pacemakerinnen letzte Instruktionen sowie einen Rucksack mit dem Zeitballon. Schon bald mussten wir uns auf den Weg zum Start machen. Zum Glück hatte es in der Zwischenzeit aufgehört zu regnen. Simone, welche erst vor zwei Wochen den Comrades Marathon souverän finishte, hatte keine grossen Ambitionen und lief deshalb mit mir als Pacemakerin mit und besorgte mir bei den Verpflegungsstellen jeweils einen Becher Wasser, damit ich in der Mitte der Strasse weiterjoggen konnte. Es bildete sich hinter mir eine Traube von Frauen, welche alle unter 50 min laufen wollten. Von Zeit zu Zeit motivierte ich die Läuferinnen, in dem ich ihnen die Kilometerzeiten durchgab und ihnen sagt, dass sie ihr Ziel erreichen werden, wenn sie so weiterlaufen würden. Die Strecke war nicht ganz flach, weshalb die Kilometerzeiten etwas schwankten. Nach 49m43s erreichte ich vorgabengemäss die Ziellinie, wo sich einige Läuferinnen bedankten, und eine mich sogar abküsste. Nach dem Lauf liess ich es mir in der VIP-Zone mit Apéro-Häppchen und Gratis-Weleda-Duschgel gutgehen.
Track: http://connect.garmin.com/activity/36738196

Traditionsgemäss (seit 2009) starteten Simone und ich etwas später noch in der Kategorie 5 km Nordic Walking, im gleichen Block wie ihr Mami und eine weitere Kollegin. Wir hatten unseren Spass auf der Strecke und haben auf der zweiten Streckenhälfte noch viele Walkerinnen überholt. Im Ziel konnten wir gerade noch die letzten Finisher-Shirts in Grösse 38 ergattern, die Grösse 36 war bereits ausgegangen. Zum Glück hatten wir schon ein Finisher-Shirt in Grösse 36 vom 10 km-Lauf. Auf dem Heimweg gab es in Zürich noch einen Boxen-Stopp bei Sprüngli, wo wir uns ein Sprüngli-Glacé genehmigten.
Track: http://connect.garmin.com/activity/36738216

Walenseelongjogg im Dauerregen

Gestern organisierten der Laufträff Rapperswil-Jona zusammen mit dem Joggerträff Pfäffikon den Walenseelongjogg. Man konnte sich für die ganze Runde (40km) oder für die Runde von Unterterzen nach Weesen (26km) anmelden. Wir wollten schon lange mal die Strecke von Walenstadt über Quinten nach Weesen kennenlernen und fanden, dass die kürzere Strecke unseren Ansprüchen genügen würde. So besammelten wir uns gegen 10:30h in Unterterzen am Bahnhof. Leider war wieder mal Dauerregen angesagt, aber wir waren immerhin 6 Longjogger, welche sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen wollten. Die grosse Runde wurde mangels Teilnehmer gestrichen. Zuerst konnten wir von Unterterzen bis nach Walenstadt 5km einlaufen und dann ging es bereits etwa 400 Höhenmeter den Walenstadter Berg hoch. Ein Trail führte uns dann wieder an den See runter nach Quinten. Gewisse Vorsicht war angebracht, da der Weg wegen der Nässe zum Teil etwas rutschig war. Von Quinten ging es auf einem anspruchsvollen Wanderweg wieder hoch, bevor es runter nach Betlis ging. Von da an war es wieder flach und wir konnten die restlichen Kilometer zum Auslaufen nutzen. Trotz Regen war es ein toller Ausflug in eine wunderschöne Gegend. Den Anlass liessen wir in einem Restaurant ausklingen, wo wir uns die verlorenen Kalorien auch wieder mit einer Lasagne zuführen konnten. Besten Dank an Jörg Kühne für die Organisation!

Montag, 7. Juni 2010

70.3 Halfironman Rapperswil-Jona

Gestern war es soweit und der 70.3. Halfironman Rapperswil-Jona mit 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und 21,1km Laufen stand vor der Tür. Nach den Pfingstrainingstagen in Bad Dürrheim fühlte ich mich eine Woche lang ziemlich kaputt und hatte auch noch eine Augenentzündung eingefangen, vermutlich vom Fahrtwind bei den vielen Radkilometern. In der Woche vor dem Wettkampf hiess es für mich deshalb primär etwas in Bewegung zu bleiben, aber nicht mehr zu übertreiben. Ab Mittwoch fühlte ich mich dann zunehmend besser, aber nicht richtig motiviert für einen Langdistanzwettkampf. Den Samstag verbrachten wir am Greifensee mit Sünnele, einem letzten Testschwimmen im Neopren und anschliessend gab es ein erfrischendes Bauernhof-Glace in der Besenbeiz. Gegen Abend holte ich dann die Startunterlagen und checkte mein Rennvelo ein. Zu Hause gab es einen feinen Tomaten-Morzarella-Salat mit Brot à la Philippe zum Z'Nacht. Über ideale Vorwettkampfernährung mag man streiten, mir hat es aber nicht geschadet, dass ich mich am Vortag nicht überessen habe. Anschliessend packte ich meine Sachen für den Wettkampf und ging schlafen. Erstaundlich war, dass ich nicht sonderlich nervös war und einen ruhigen erholsamen Schlaf hatte. Gestern hiess es dann um 6h aufstehen, frühstücken und um 7h auf den Zug nach Rapperswil. Die Frauen starteten um 9h unmittelbar nach den Profis. Die Wassertemperatur im Obersee lag bei akzeptablen 17 Grad, war das Wasser Anfang Woche noch gerade mal bei knapp 14 Grad. Um Punkt 9h ging dann der Startschuss los und am Anfang war es im Wasser wie im Haifischbecken, ich musste einen Schlag ins Gesicht und einen weiteren Schlag auf den Kopf einstecken. Doch ich liess mich nicht aus der Ruhe bringen. Schon bald war ich beim Wendepunkt und machte mich auf den Rückweg ans Ufer. Nach bereits 38 Minuten kam ich zusammen mit etwa 40 anderen Frauen aus dem Wasser. Die für mich tolle Schwimmzeit muss mich wohl beflügelt haben, doch noch in Wettkampflaune zu kommen. So ging es auf die erste coupierte Radrunde und auch schon bald auf die zweite. Die Anstiege waren kurz und anstrengend, insgesamt 900 Höhenmeter, bei den Abfahrten konnte ich mich jeweils wieder etwas erholen. War dann froh nach weiteren 2h57min, auf die Laufstrecke wechseln zu können, da ich den Nacken von der ungewohnten Tria-Position schon ziemlich spürte. Auf der Laufstrecke wählte ich ein der heissen Temperatur angepasstes Wohlfühltempo, ohne auf die Uhr zu schauen. Ich war laufend am Überholen, obwohl ich gar nicht das Gefühl hatte, allzu schnell unterwegs zu sein, andere hatten scheinbar noch mehr Mühe mit der Hitze. Die letzten paar Kilometer waren zunehmend hart, bei jeder Trinkstelle, von denen es zum Glück genügend gab, schüttete ich mir Wasser über den Kopf und den Körper, um etwas abzukühlen. Nach 1h48min Laufen und insgesamt 5h30min Wettkampfzeit kam ich glücklich und zufrieden ins Ziel. In der AK W40 bedeutete das Platz 6. Wusste gar nicht, dass ich so schnell bin, habe eigentlich mit einer Zeit von etwa 15min mehr gerrechnet :o) Bei der Slotvergabe reichte es sogar für einen Startplatz an die WM im November in Florida. Allerdings muss ich nun schauen, dass ich eine Woche unbezahlten Urlaub bekommen kann, denn die restlichen Ferien sind schon verplant. Ein herzliches Dankeschön auch meinen treuen Fans, welche mich immer wieder zu Höchstleistungen anspornen (Philippe, Doris, Simone, Roger u.a.).