Sonntag, 4. Mai 2014

Hamburg Marathon: Mein bestes Rennen!

Nachdem ich letztes Jahr den Hamburg Marathon gelaufen bin und mir die Leute, die Stadt und die Stimmung am Marathon sehr gut gefallen hatten, konnte ich nicht "Nein" sagen, als der ASVZ im 2014 die Marathonreise dahin anbot. So haben Philippe und ich im Dezember entschieden an diesem Anlass teilzunehmen und haben uns für die Reise angemeldet. Die Reiseleiter und Organisatoren waren Stefan und Mona, die Siegerin vom diesjährigen Zürich Marathon. Wir würden also gut betreut sein.
Wie meistens im Winter machten wir mehr Kilometer auf den Langlaufskieren als zu Fuss, so also auch keine Longjoggs. Damit begannen wir erst nach dem Engadin Skimarathon. Doch schon bis dahin musste ich gesundheitlich ein paar Hürden überwinden. Anfangs Jahr legte mich eine Grippe flach. Als ich mich dann nach 3 oder 4 Wochen immer noch nicht fit fühlte und mit Verdacht auf Lungenentzündung zum Arzt ging, diagnoszierte dieser jedoch eine Lungenembolie. Gemütlich Sport treiben durfte ich schon nach wenigen Tagen wieder und ich erholte mich zum Glück relativ schnell, so dass ich nach 4-5 Wochen wieder recht fit war. Einige Male trainierte ich dann noch ein paar Kilometer im gewünschten Marathontempo, doch ganz schnelle Einheiten liess ich bleiben.
Am letzten Freitag flogen wir nach Hamburg, stöberten da durch die Marathonmesse, holten unsere Startnummern und machten einen Hafenrundfahrt. Abendessen gab es in einem typischen Fischrestaurant am Hafen.
Am Samstag genossen wir aufgrund des Tipps von Mona einen feinen Brunch im Lokal "Omas Apotheke". Wirklich sehr zu empfehlen. Dann begaben wir uns auf den obligaten Shopping-Trip in die Innenstadt. Nachdem wir aber schon Laufschuhe und Laufshirts an der Messe gekauft hatten, hielten wir uns diesbezüglich zurück. Am Abend gab es bei einem Italiener als Henkers-Mahlzeit Spaghetti à Discretion. Zum Glück hatten wir einen Tisch reserviert, viele Marathonis wollten da essen, jedoch gab es erst um 20:30h wieder freie Tische.

 
Am Sonntag gab es um 6:00h Frühstück im Hotel. Da wir nur einen knappen Kilometer vom Start logierten, machten wir uns erst kurz vor 08:30h auf zum Start. Es war relativ kühl, der Himmel bedeckt und als wir in der WC-Schlange standen, begann es leicht zu tröpfeln. Wenige Minuten vor Start waren wir schliesslich in unseren Startblocks. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt den Marathon etwa im 5 min/km-Schnitt anzugehen und zu schauen, wie lange ich dieses Tempo halten konnte. Kurz nach dem Start waren es noch etwas zu viele Leute, um dieses Tempo zu laufen, aber nach 1-2km war es kein Problem mehr. Ohne ausser Atem zu kommen und ohne schwere Beine lief ich in regelmässigem Tempo nach 1h43m51s bei der Halbmarathonmarke durch. Dachte schon, dass es wohl wieder knapp nicht reichen würde, um unter 3h30m zu kommen, da ich meistens nach etwa 30km das Tempo nicht mehr ganz halten konnte. Doch oh Wunder, ich lief auch nach 32km immer noch gleich schnell. Von da an wollte ich die Sub 3h30m auch im Kopf und ich fokussierte mich entsprechend darauf, auch wenn es ab Km 37 doch noch recht hart wurde und die Beine nicht mehr frisch waren. Nach 3h28m20s war ich im Ziel und freute mich sehr darüber. Mit einer solchen Zeit habe ich nach der Erkrankung im Februar nicht gerechnet und dass mir dann auch gleich ein Marathon nach Schweizer Uhrwerk gelingt schon gar nicht. Es war zwar nicht mein schnellster Marathon, aber derjenige, welcher ich am regelmässigsten gelaufen bin.
P.S.: Und wenn es einer überleben tut, dann wird er nachher gleich interviewt - durfte doch tatsächlich im Ziel dem Hamburger Abendblatt ein paar Fragen beantworten.

Sonntag, 9. März 2014

Engadin Skimarathon - Ups I did it again!

Auch wenn die Gesundheit anfangs Jahr nicht mitspielte und meine Teilnahme am Engadin Skimarathon anfangs Februar in den Sternen stand, konnte ich mich gut erholen und langsam wieder in Form kommen, so dass meiner 13. Teilnahme schlussendlich nichts mehr im Wege stand.
Wir verbrachten wieder fünf wundervolle Tage bei herrlichem Wetter in Pontresina. Wegen dem vielen Schnee wurde 10 Tage vor dem Skimarathon entschieden, dass dieses Jahr das Startprozedere anders laufen würde. Es gab lediglich Platz für die Athleten bis zur Elite B, alle anderen konnten ihre Skier nicht vor dem Start hinlegen. So mussten wir uns zu Fuss in Boxen mit rund 700 Läufern begeben.


Die Gruppen wurden alle 3-4 Minuten auf die Loipe geschickt, konnten auf das Startfeld gehen, die Skier anziehen und loslaufen. Die Zeitnahme erfolgte erst beim Überqueren der Startlinie. Dies führte dazu, dass sich die Läufer viel besser auf der ganzen Strecke verteilten und grössere Staus mit Anstehen verhindert werden konnten. Ich skatete zügig bis zum Stazerwald, nahm es da entspannt und liess mich vom Gedränge und den ausgefahrenen eisigen Abfahrten nicht irritieren, so dass ich im zweiten Abschnitt noch zulegen und Ränge gutmachen konnte. Insgesamt war es für mich ein stimmiger Wettkampf. Ich fühlte mich puddelwohl auf meinen Langlaufskiern und kam ins Ziel ohne völlig kaputt zu sein.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Kop Khun Kha Thailand!

Im Frühjahr hatte uns Sandro gefragt, ob wir Lust hätten im November nach Phuket zu reisen und da Ferien zu machen sowie am Laguna Phuket Triathlon und am 70.3 Challenge Laguna Phuket Triathlon teilzunehmen. Da unser Ferien-Budget schon verplant war, mussten wir unbezahlten Urlaub beantragen, welcher uns glücklicherweise bewilligt wurde. So stand dieser Reise nichts mehr im Wege. Wir buchten die Flüge, bezahlten die Unterkunft und ich meldete mich für die beiden Triathlons an.
Bei der Arbeit war in den Wochen vor den Ferien viel los uns einiges musste für meine 3-wöchige Abwesenheit organisiert werden. So, blieb mir nicht viel Zeit, mich auf die Reise vorzubereiten. Am Freitagabend am 15.11. stiegen wir nach der Arbeit in den Flieger nach Bangkok. Am Flughafen wechselte ich noch ein paar Bahts, damit wir wenigstens etwas Geld hatten für die ersten Ausgaben in Thailand. Doc Barbara und Mäni, welche auch mit Sandro, Barbara und Gaby in der gleichen Villa wohnten, waren auf demselben Flieger. In Bangkok hatten wir dann einen Anschlussflug nach Phuket. Dort wurden wir von Sandro, Barbara und Evelyn abgeholt. Anschliessend ging es bereits bei Dunkelheit zu unserer Unterkunft. Etwas ein Temperaturschock war es schon. Die Schweiz verliessen wir bei 0 Grad und Bise, jetzt hatten wir in der Nacht 25 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit.
Am nächsten Morgen gab es einen Schwumm im Meer, bevor wir ausgiebig frühstückten. Am Nachmittag fuhren wir die Radstrecke des Laguna Phuket Triathlons ab.
In den folgenden Tagen schauten wir uns auch die Laufstrecke an und machten ein Testschwimmen um die im Meer bereits gesetzten Bojen. Hier überschwamm ich eine tellergrosse Qualle. Es war die einzige, welche ich bei meinem Aufenthalt gesehen hatte und zum Glück hatte sie mich nicht berührt. Teilweise nahmen wir am Morgen beim Schwimmtraining im öffentlichen Pool teil, welches von Simon Jones, einem australischen Schwimmtrainer geleitet wurde. Wir fuhren mit unseren Scootern in Badehosen und Shorts in fünf Minuten ins Bad und waren schon im Wasser - Das war wirklich cool - Und die Trainings machten Spass!
Eine längere Radtour führte uns über die Sarasin-Bridge auf das Festland. Nach 65km gab es feines Banana Bread. Auch meinen Geburtstag durfte ich in Phuket feiern. Unsere zwei Maids organisierten extra einen Bananenbrot-Kuchen mit Kerzen.
Am Samstag registrierten wir uns für den Triathlon und brachten die Räder in die Wechselzone. Da die Luftfeuchtigkeit sehr hoch war, regnete es auch ab und zu und so kam auch ein kurzer und heftiger Regenguss über uns als wir beim Bike-Check-in waren. Am Abend kochten die Maids extra Pasta für uns.
Am Sonntagmorgen mussten wir früh aufstehen, war der Start des Triathlons doch bereits ab 6:30h. Für die Frauen ging es um 06:45h ins Wasser. Die Schlechtwetterfront der letzten Tage hatte uns für den Start sehr hohe Wellen beschert, so dass man diese Brecher zuerst einmal durchqueren musste, bevor man mit Schwimmen loslegen konnte. Nicht allen Teilnehmern gelang dies auf Anhieb. Nach knapp 30 Minuten hatte ich meine Runde im Meer beendet, es ging über den Strand in die Süsswasserlagune, wo nochmals 600m zu schwimmen waren. In der Wechselzone rannte ich zu meinem Rad, auf dem Weg dorthin prellte ich mir meinen Fuss und vor allem meinen zweitgrössten Zeh heftig, weil unter dem grünen Schutzteppich ein abstehender nicht sichtbarer Gegenstand verborgen war. Ich biss auf die Zähne, aber trotzdem brauchte ich in der Wechselzone sicher eine Minute länger, bis ich in den Radschuhen war. Los ging es auf eine wunderschöne 55km lange Radstrecke. Teilweise war sie noch etwas feucht vom Regen am Vortag, aber zum Glück war es weniger schlimm als befürchtet. Zurück in der Wechselzone waren noch 12km zu Fuss zurücklegen. Da es leicht bewölkt war, erst ein Vorgeschmack, wie wohl die 21km Laufen bei der Challenge in der Folgewoche werden würden, wenn die Sonne richtig schien. Ich erreichte zufrieden das Ziel, die Rangliste interessierte mich nicht gross, da in meiner Altersklasse 30 Frauen gemeldet waren. Zu meiner Überraschung reichte es für den zweiten Platz in der Agegroup W40-44, was mir an der Siegerehrung eine begehrte Elefanten-Trophäe bescherte. Ich war nicht die einzige Schweizerin mit einer Trophäe, so gab es in unserer Villa am Folgetag eine ganze Elefantenparade zu bestaunen.
Die zweite Woche verlief sportlich ähnlich. Wir fuhren die Radstrecke des 70.3 Challenge Laguna Phuket ab und waren immer wieder mal im Schwimmtraining von Simon Jones.
Das thailändische Essen schmeckte uns herrlich. Das Abendessen gab es meistens in einem der vielen Strandrestaurants. Zweimal bekochten uns auch unsere Maids mit Thai-Essen. Die Frühlingsrollen, das Rote Curry sowie die Padthai-Nudeln waren einfach 1A! Auch von den Mango-Smoothies und dem frischen Kokosnuss-Saft können wir nur schwärmen.
Am Sonntag stand dann der 70.3 Challenge Laguna Phuket auf dem Programm. Nachdem wir am Samstag wieder bei Gewitterregen unser Räder eingecheckt hatten, ging es am Sonntagmorgen ebenfalls um 06:30h los. Die Schwimmstrecke kannte ich nun ja schon. Immerhin hatte es diese Woche wesentlich weniger Wellen und eine Qualle sah ich zum Glück auch dieses Mal nicht. Die Schwimmzeiten waren trotzdem nicht schneller, was entweder am Gegenlicht oder an einer Strömung gelegen haben muss. Schon bald sass ich auf dem Rad. Die ersten 40km hatten nicht viele Steigungen und verliefen abgesehen von leichtem Gegenwind ganz ordentlich. Auf den zweiten 50km gab es etwa 5 happige kurze Steigungen mit teilweise bis zu 20 Steigungsprozenten zu bewältigen. Um mich herum schob etwa die Hälfte der Teilnehmer das Rad, teilweise fehlten ihnen wohl die kleinen Gänge. Das Brutalste war das Laufen. Die Sonne schien wolken- und gnadenlos vom Himmel. Alle 1.5km schüttete ich mir Wasser über den Kopf, hatte dann wieder für 500m das Gefühl rennen zu können, für die nächsten 1000m brachte ich jeweils kaum die Füsse vom Boden. Auch hier erreichte ich zufrieden, jedoch etwas mehr erschöpft als in der Vorwoche, die Ziellinie. Es reichte sogar nochmals zum zweiten Platz in der Agegroup W40-44. So habe ich nun zwei Elefanten-Trophäen zu Hause. Philippe startete übrigens als Läufer im Team "Swiss Chicks" mit Doc Barbara und Barbara. Da die vorgesehene Läuferin nicht nach Phuket gereist war, war das Team froh um Ersatz. Als Frau verkleidet hat er sich dann aber doch nicht.

Für den Rest unserer Villa-Bewohner hiess es am Dienstag die Heimreise anzutreten. Wir machten bis Samstag noch einen Abstecher nach Bangkok. Wegen den Unruhen in diesen Tagen waren wir etwas besorgt, wollten wir uns doch die Stadt mit dem Königspalast und den Tempeln anschauen, wenn wir schon so weit gereist waren. Zum Glück hatte der König am 5.12. Geburtstag und so war es in dieser Woche ruhiger. Wir verbrachten die Zeit in Bangkok mit Sightseeing, Shopping, Joggen im Lumphini-Park und Essen. Insbesondere frische Mango mit Sticky Rice hat es uns angetan. Philippe wurde schon fast süchtig danach und musste mindestens eine Portion pro Tag verdrücken.
Thailand hat uns sehr gut gefallen. Vielen Dank an Sandro, für die Idee, uns dahin mitzunehmen. Auch wenn wir unsere Ferien sicher nicht jährlich da verbringen können, wir waren wohl nicht zum letzten Mal da.

Sonntag, 29. September 2013

40. Berlin Marathon - Meine 5. Teilnahme

Berlin ist immer eine Reise wert. Kurz entschlossen und gleich bei Anmeldebeginn im Oktober 2012 schafften wir es in den ersten 3 1/2h uns für den Event online zu registrieren, denn danach war der Jubiläums-Marathon schon ausverkauft. Früh anmelden heisst bei uns aber noch lange nicht, dass wir auch früh mit dem Marathon-Training beginnen. Sechs Wochen vor dem Termin setzten wir dann verstärkt den Fokus auf das Lauftraining, absolvierten ein paar Long-Joggs, ein paar schnelle Intervalle und ein paar Kilometer im Marathontempo.
Am letzten Freitagmorgen war es soweit und wir flogen nach Berlin. In der Metropole angekommen, begaben wir uns zuerst an die Marathon-Messe. Bei der Startnummernausgabe standen wir eine Weile im Stau, bevor wir zu unseren Unterlagen kamen. Auch an den Händlerständen herrschte ein reges Treiben. Natürlich konnten auch wir es nicht lassen, das eine oder andere zu kaufen. Hatte das nicht so extrem in Erinnerung von meinen früheren vier Teilnahmen. Danach waren wir ziemlich kaputt. Zum Abendessen ging es mit ein paar Lauffreunden ins Augustiner Brauhaus am Gendarmenmarkt. Das Münchner Oktoberfest war auch in Berlin spürbar, viele waren mit Dirndl und Lederhosen unterwegs.
Am Samstagmorgen wollten wir mit Karin und Roland an den Frühstückslauf. Da wir aber zuerst am Bahnhof Charlottenburg statt beim Schloss Charlottenburg landeten, kamen wir erst mit 1/4h Verspätung beim Treffpunkt an. Wir waren nicht die einzigen. Mit etwa 100 anderen Läufern joggten wir die 5 oder 6km zum Olympiastadion, wo das Ziel war und es etwas zu futtern gab. Ein geselliger Anlass, viele internationale Frühstücksläufer kamen verkleidet. Später begaben wir uns in die Innenstadt, wo wir noch die eine andere Besorgung machten. Am Vorabend des Marathons assen wir wie üblich Pasta. Zum Glück bot unser Hotel dies gleich für die Marathonteilnehmer an, so mussten wir nicht mehr weit reisen und kamen einigermassen früh ins Bett.
Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück machten wir uns bei kühlen Temperaturen und Sonnenschein um 7:00h auf zum Marathonstart. Unser Hotel lag nur zwei S-Bahnstationen von der Haltestelle Friedrichstrasse weg, so waren wir bereits vor 7:30h im Startgelände. Wir deponierten unsere Kleidersäcke und entleerten unsere Blase ein letztes Mal in einem der vielen mobilen Toilettenhäuschen. Um 8:15h wollte ich mich in meinem Startblock begeben. Leider ging dort bis um 8:30h gar nichts, das Gittertor war zu und wir standen im Stau. Anschliessend bewegten wir uns langsam durch den Tiergarten Richtung Startgelände. Um 08:44h, eine Minute vor dem Start, kletterte ich schliesslich irgendwo über ein Absperrgitter in meinen Startbereich und schon ging es los. Bis wir die Startlinie überquerten dauerte es noch weitere fünf Minuten. Dann ging es in der grossen Menge los. Das Tempo war nicht schlecht, aber eigentlich wäre ich am Anfang gerne ein paar Sekunden pro Kilometer schneller gelaufen, in diesen vielen Leuten drin, fast nicht möglich. Bei Kilometer 5 verzichtete ich auf ein Getränk, es war mir zu mühsam, mich durch das Volk zu kämpfen, um an einen Trinkbecher zu kommen und man musste auch immer schauen, dass man nicht über ein fremdes Paar Füsse stolperte. Bei Kilometer 10 nahm ich dann Wasser und einen Gel, die Läufer waren immer noch sehr dicht zusammen. Ich entschied nun das Tempo bis zum Halbmarathon um 10 Sekunden pro Kilometer zu steigern, was mir auch gelang. Alle 7 Kilometer nahm ich einen weiteren Gel mit Wasser zu mir. Bis Kilometer 30 oder 32 konnte ich mein angestrebtes Marathontempo gut halten, dann wurde es zäh und zäher und auf den letzten 5km kam mir das Tempo zwar schnell vor, aber ich war 15 Sekunden pro Kilometer langsamer und konnte einfach nichts mehr dagegen tun. Nach 3h31m27s war ich im Ziel, angestrebt hatte ich 3h29m59s. So gesehen war es fast eine Punktlandung, dies obwohl die zwei Tage vor dem Marathon mehr dem Shopping und dem Sightseeing statt der Ruhe gewidmet waren. Schliesslich wollte ich die Stadt Berlin erleben und nicht verschlafen. Philippe ist mit 3h13m01s ebenfalls ein guter Marathonlauf gelungen.
Mein Fazit zum Berlin-Marathon: Die Spitze kann hier auf einer flachen, schnellen Strecke mit vielen Zuschauern und guter Stimmung Bestzeiten laufen, für die Hobbyläufer ist das schwieriger, je weiter hinten, je dichter gedrängt wird gelaufen. Für alle Teilnehmer ist es neben der sportlichen Herausforderung sicher auch ein grosses Läuferfest, an dem man als Marathonstarter mindestens einmal dabei gewesen sein sollte.
Track: http://connect.garmin.com/activity/384744430

Samstag, 31. August 2013

Lake Garda - We love it!

Einmal mehr durften wir Ende August zwei Wochen Ferien am Gardasee verbringen. Die erste Woche logierten wir im Hotel Torbole. Wir wollten dieses Hotel ausprobieren, da es einen guten Enstieg ins Wasser zum Windsurfen bietet, wenngleich auch eine stark befahrene Strasse zwischen Hotel und See liegt. Wir hatten die ganze Woche guten und starken Nachmittagswind, so dass wir jeden Tag auf dem Wasser waren, nachdem wir jeweils am Morgen eine Runde auf dem Bike oder ein Lauftraining absolviert hatten. Ein paar Laufkilometer mussten sein, hatten wir doch festgestellt, dass uns nur noch 6 Wochen für die Vorbereitung des Berlin Marathons Ende September blieben. Einmal dachten wir, dass es nicht so viel Wind geben würde, und wir probierten das Stand Up Paddling aus. Kaum auf dem Brett bliess uns der Wind mit 3-4 Bft. entgegen. Nach schleppendem Vorwärtskommen in Windrichtung, konnten wir uns auf dem Rückweg ohne Anstrengung zurücktreiben lassen. Um die verbrauchten Kalorien wieder zuzuführen besuchten wir jeden Abend eine andere Pizzeria und auch unser Gelatihunger wurde gestillt.
Die zweite Woche verbrachten wir zusammen mit Möne und Beat im Hotel Capo Reaomol im 10km entfernten Limone. Dort bliess zum Windsurfen jeweils der Morgenwind, jedoch kam er infolge Bewölkung nicht immer so stark durch. Der Nachmittagswind blies nur schwach, so dass wir das Windsurfen dann meistens bleiben liessen und dafür mit dem Bike ins nahegelegene Städtchen fuhren, um uns in der Gelateria Pink Panther ein Gelati zu genehmigen. An einem Nachmittag fuhr Philippe mit seinem 9m2-Segel bei wenig Wind auf die andere Seeseite Richtung Malcesine. Allerdings hatte er Pech und erlitt einen Mastbruch. Von Limone aus sah ich ihn nicht, und er wollte auch keine Boots-Abschlepphilfe für teure 100 Euro in Anspruch nehmen. Allerdings wunderte ich mich schon etwas, als er nach fast zwei Stunden Windsurfen immer noch nicht zurück am Capo Reamol war. Plötzlich sahen ich ihn dann mit dem Surfbrett an Land schwimmen. Er hatte das Rigg abgebaut und das Segel zusammengerollt.
Nach dem Motto jedes Jahr etwas Neues am Gardasee entdecken, erklommen wir auf den Spuren des Limone Sky Running zusammen mit Möne den Passo Rocchetta auf 1200m.ü.M. Eine atemberaubende Aussicht auf den Gardasee war der Lohn für den extrem steilen und anstrengenden Aufstieg. Auch die obligate Biketour auf dem Passo Tremalzo gehörte ins Ferienprogramm. Die zwei Wochen Ferien waren für uns die perfekte Mischung zwischen Action und Entspannung. Wir lieben den Gardasee und können es kaum erwarten nächstes Jahr wieder hinzufahren.

Donnerstag, 15. August 2013

Berglaufcup Züri Oberland 2013

Bereits zum zehnten Mal standen wir dieses Jahr an der Startlinie des Berglaufcups im Züri Oberland. Seit 2003 waren wir einzig im 2011 nicht dabei und in den anderen Jahren haben wir mit einer Ausnahme immer mindestens 4 von 5 Berglauf-Etappen bestritten. Die Stimmung war wie immer familiär.
Am Montag um 19:00h stand bereits die Königsetappe auf dem Programm. Von Wald ging es auf die Farneralp, es waren 5.4km mit 535hm zu bewältigen. Vor dem Start war ich recht nervös und wie jedes Jahr, fragte ich mich, wieso ich mir das antue. So kurz steile Bergläufe sind für mich etwas vom Strengsten was es im Sport gibt.
Am Dienstag ging es mit 4.3km und 310hm von Bauma zum Sonnenhof. Wir wollten unser Auto in der Nähe des Ziels parkieren, damit wir am Schluss nicht runterlaufen mussten und schneller wieder zu Hause waren. Leider steckten wir dann zuerst in Wetzikon im Feierabend-Stau fest und später mussten wir in Bettswil noch einige Minuten warten, weil ein Kuhherde gerade die Strasse passierte. Schliesslich waren wir um 18:35h beim Sonnenhof und sollten nun noch 4km runter traben zum Startgelände. Um 18:55h waren wir dann in Bauma. Mit grossem Glück erhielten wir noch unsere Zeitmesschips, sie waren bereits weggeräumt. Die Strecke lag mir gut, weil es zwischendurch zwei flachere Passagen gab, wo man sich jeweils etwas erholen konnte.
Am Mittwoch stand der Klassiker von Steg zum Hörnli an. Es waren 5.1km mit 430hm zu überwinden. Oben wurden wir mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Da man nicht mit dem Auto zum Ziel fahren konnte, marschierten wir den ganzen Weg zu Fuss wieder runter.
Am Donnerstag ging es von Wernetshausen auf den Bachtel. 375hm gab es zu erklimmen. Mit 3.6km war es die kürzeste Etappe der Woche.
Da wir bereits anderweitige Pläne haben, werden wir die Etappe vom Freitag von Kempten zum Rosinli nicht mehr unter die Füsse nehmen. Wie immer war der Anlass sehr gut organisiert.

Sonntag, 11. August 2013

Stoppelfeldolympiade am Schaffhauser Triathlon

Am Samstag nahmen Philippe und ich am Schaffhauser Triathlon über die Kurzdistanz mit 2.1km Schwimmen, 31.5km Radfahren und 7.6km Laufen teil. Das Schwimmen im Fluss, die nicht-olympischen Distanzen sowie die Wechselzone auf dem kratzigen Stoppelfeld machten den Anlass speziell. Wir reisten mit dem Zug nach Schaffhausen und fuhren anschliessend mit dem Rad die 5 Kilometer bis zum Wettkampfplatz in Büsingen. Ich bekundete bereits etwas Mühe mit dem Finden meines Wechselplatzes und anschliessend blieb nicht mehr viel Zeit, bis Philippe und ich auf den Bus zum Schwimmstart mussten.
Zuerst starteten die Teams, dann die jüngeren Männer und schliesslich um 8:50h die Frauen sowie die Männer über 45. Pünktlich ging es los. Ich schwamm die Strecke im Rhein ohne Neopren, wollte ich doch in der Wechselzone nicht zu viel Zeit verlieren. Nach etwa 150 Meter bekam ich einen Schlag auf die Schwimmbrille, welche leicht verrutschte und mir Wasser ins rechte Auge beförderte. Nicht gerade angenehm als Kontaktlinsenträgerin. Ich ingnorierte den Zwischenfall und danach verging die kurze Zeit im Wasser ohne weitere Probleme. Fast alle Schwimmer kamen dank Strömungsunterstützung innerhalb von 2-3 Minuten aus dem Wasser, was am Anfang auf der Radstrecke zu etwas Gedränge führte. Windschattenfahren ist seit 2012 an diesem Anlass aus diesem Grund auch nicht mehr verboten. Allerdings war es nicht so einfach für mich davon zu profitieren, da die Radstrecke über 400hm beinhaltete und immer wieder von Steigungen unterbrochen wurde, wo ich die Schnelleren ziehen lassen und die Langsameren überholen musste. Auf den letzten 3 oder 4km konnte ich mich dann schliesslich doch noch einer Gruppe anhängen und mich mitziehen lassen. Meine Radzeit aus früheren Jahren konnte ich unterbieten. Da ich in den Anstiegen doch etwas viele Körner liegen gelassen hatte, fehlte mir am Schluss etwas der Schnauf beim abschliessenden Lauf. Trotzdem beendete ich das Rennen auf dem 5. Platz in der meiner Altersklasse. Philippe belegte in seiner Altersklasse den 14. Platz dank einem sehr guten Radsplit. Als taktischer Fahrer und mit etwas Glück (die schnelleren Radfahrer des Langdistanztriathlons starteten gerade zur zweiten Radrunde, kurz nachdem er die Wechselzone verliess) konnte er vom Windschattenfahren profitieren. Es war ein schöner Anlass. Einen Tag später war unser Besuch in Schaffhausen zu Hause immer noch sichtbar, da wir offensichtlich ein paar Stoppeln vom Feld in unserem Gepäck mit in die Wohnung gebracht hatten.